Love Hair and RocknRoll
Love Hair and RocknRoll ist der Friseurpodcast aus Österreich – ehrlich, inspirierend und mit einer ordentlichen Portion Humor.
Der offizielle Overhead Podcast mit:
Helmut Maier und Rudi Zötsch sprechen über das echte Leben hinter dem Spiegel: über Haare, Menschen, Trends, Erfolg, Fehler, Leidenschaft und die Geschichten, die man in keinem Seminar lernt.
Zwei Friseure mit zusammen über 80 Jahren Erfahrung erzählen von ihren blutigen Anfängerzeiten, außergewöhnlichen Begegnungen, der Entwicklung der Branche und den Momenten, die sie geprägt haben.
Ein Podcast für Friseur:innen, Saloninhaber:innen, Beauty-Interessierte und alle, die starke Geschichten aus dem echten Leben lieben.
Ohne Filter. Ohne Hochglanzfassade. Dafür mit Haltung, Erfahrung und einem Augenzwinkern.
Love Hair and RocknRoll
#5 Rules in My Head – Glaubenssätze: Fluch oder Segen?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
„Der Kunde ist König.“ Wirklich immer? Oder ist das einer dieser Glaubenssätze, die in der Friseurbranche seit Jahrzehnten herumgeistern – manchmal hilfreich, manchmal ziemlich anstrengend?
In dieser Folge sprechen Helmut Maier und Rudi Zötsch über Glaubenssätze im Salonalltag: über Sätze, die uns antreiben, bremsen, prägen oder manchmal auch sauber in die Irre führen.
Was macht ein guter Dienstleister aus? Wo endet Freundlichkeit und wo beginnt Selbstaufgabe? Muss man immer alles möglich machen? Und wie wichtig ist es, alte Überzeugungen regelmäßig zu hinterfragen?
Helmut und Rudi teilen persönliche Erfahrungen, klare Haltungen und Geschichten aus über 80 Jahren Friseurbranche – ehrlich, humorvoll und mit dem einen oder anderen liebevollen Seitenhieb auf alte Branchenweisheiten.
Eine Folge über Haltung, Grenzen, Kundenbeziehungen, Selbstwert und die Frage, welche Glaubenssätze uns wirklich weiterbringen – und welche dringend einen neuen Haarschnitt brauchen.
Love Hair and RocknRoll – Der Overhead Podcast
www.overhead.at
Somebody, Langma Long, ladies and gentlemen, heartily welcome to Love, Hello and Rock and Roll. My name is Helmut Meyer, and we are in the last folks sit to my link the wonderful one and only Rodi Zutch.
SPEAKER_00Yeah, very good, Helmut. A great hello and he will come to the five podcast folks.
SPEAKER_01The five? Yeah.
SPEAKER_00Globesets, fluch or second. We have a dull eyes or frames terrain. But in white, we read about this which in 80 years on our time is Glaubensets, die, or that we lighten. What says you to Glaubenssets, Helmut?
SPEAKER_01I feel like the folks. And this is from generations over Sprichwörtern or Sets that we from the group had, from the elderly, that they have so egged up. I merge that my son, who have and I think this is wonderful. There is also any.
SPEAKER_00And hammen uns an manch. Und hängen uns, genau. And we halten sie, oder viele Menschen halten sie für Wahrheiten, weil wir es halt von unseren Wiederholen und Gross gehört haben. Und ich denke mir, ein perfekter Einstieg, lieber Helmut, und die Ehre gebührt dir. Wir haben uns ja im Vorfeld ein bisschen vorbereitet. Lies uns einfach oder sag uns einfach einmal ein paar Glaubenssätze aus traditioneller Art and Weise, die dir da einfallen.
SPEAKER_01Also bitte keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da gibt es ganz, ganz viele, aber was mir halt immer total taugt ist, das war schon immer so. Warum soll man das ändern? Das ist halt so. Das bringt ja nichts. Das bringt ja nichts. Bis hin zu das Schaufe nicht. Für mich ist das nichts. Bevor ich mich plappierse. Und das lässt sich halt wunderbar weiterführen. Aber unabgesprochen, ich muss da sagen, ein Spruch, den mein Vater immer gesagt hat, der war ja seiner Zeit schon sehr voraus, wenn man von Federkultur redet. Das ist ja jetzt in vielen Unternehmen eh schon lange auch in aller Munter. Mein Vater hat immer den Spruch gehabt, es bringt nichts, verschüttetes Wasser wieder aufzusammeln. Und das ist was, weil ich vorher gesagt habe, dass ich schon mein Sohn, wenn der sich oft matert, wenn irgendwas, wenn es beim Fußballspielen nicht so hingehauen hat und hätte doch und hätte doch, sage ich du, es bringt nichts, verschüttetes Wasser wieder aufzusammeln. Also es gibt schon wunderbare Sprüche, und das könnte man ja unendlich fortführen. Also ein Traum eigentlich.
SPEAKER_00Mir fällt sofort ein von meiner Oma, jeder Topf in den Deckel.
SPEAKER_01Du hast mehrere Decke gehabt.
SPEAKER_00Ich habe einige Deckel gefunden. Aber es hat mir beim Wahnliebeskummer nicht wirklich geholfen.
SPEAKER_01Ja, gut, dass du jetzt meistens überlegst, ob es da irgendein Spruch oder Glaubenssätze gibt, ja, schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue.
SPEAKER_00Genau. Am Ende des Tunnels ist immer ein Zug. Ein Licht. Achso, nein, genau. Am Ende des Tunnels ist immer Licht, aber es kennt ein Zug, der ein Gang kommt. Aber warum wir da anfangen, und bevor wir jetzt noch with ganz viel Humor auf diesen Sessions, wir Friseure sind ja tatsächlich auch ein bisschen therapeuten. We have the air and when we are or when we should be able to, da ist auch jeder unterschiedlich. Ich bin's definitiv. We reden ja über uns. Über das Leben. Du lachst ganz blöd. Ich weiß jetzt schon, es kommt ganz was blöd.
SPEAKER_01Nein, es kommt nichts Blödes, aber für alle, die uns ja nur hören, uns sitzt ja der liebe Fritz gegenüber, der das Ganze aufzeichnet. Und der hat jetzt ein schmunzeln müssen, bis du das gesagt hast. Und der hat mir ein bisschen angesteckt mit dem Ganzen.
SPEAKER_00Aber gut. Der Fritz ist sehr guter Kunde. Von mir immerhin seit 1986, also unglaublich lange Zeit, der ist ein scheiß Baby zu mir, kommen sie mal schneiden. Aber jetzt kommen wir zu dem, natürlich hören wir für Dinge, und ein bisschen ernst werden wir es in den Erfolge, wenn wir beim Friseurstuhl wird ja möglicherweise auch der Beichstuhl draus. Und die Frage immer: Was lassen wir als Friseure zu? Wie weit können wir uns immer, können wir eine Grenze ziehen? Können wir uns abgrenzen? Wir hast du da dann in deiner aktiven Zeit am Stuhl? Wir haben ja schon eine Folge gehabt, wo wir so am Blödsinn.
SPEAKER_01Am Stuhl, oder? Entschuldigung. Wir stehen jeden Tag am Stuhl. Wir haben ja schon eine Folge gehabt, wo man das haben, wie man mit Kunden kommuniziert, mit Mitarbeitern, mit Kollegen und dergleichen. Und da sind wir ja schon teilweise drauf eingegangen. Natürlich eine Beratung über Produkte und und und das kennen wir alles, das wissen wir, dass das natürlich in den Gesprächen dabei sein sollen. Ich muss da ehrlich sagen, ich habe es geliebt, mit meinen Kunden zu reden. From my Kunden zu erfahren. Ich habe auch wie du Kunden sehr, sehr lange begleitet, schöne Zeit, nicht so schöne Zeiten. Man wird ja nicht nur Therapeut, sondern auch Freund of these Menschen. And ich habe das echt immer genossen, weil ich finde, dass jeder Mensch einfach so einzigartig is ander hat eine Geschichte, and jeder hat eine spannende Geschichte. Auch wenn man vielleicht meinen, ihr Lame ist langweilig und so, haben sie trotzdem, wenn es darüber erzählt, haben sie eine spannende Geschichte. And was ich auch gemacht habe, nicht ganz so im Extrem, wie es das du machst, aber ich habe sehr viel von mir erzählt. Also ich habe immer sehr viel von mir Preise gegeben. Und du hast ja auch das so schön aufgearbeitet in der Folge, dass du sehr, sehr, sehr, sehr viel. Aber ich glaube, das gehört halt auch dazu. Es ist ja auch ein Geben und Nehmen. Und ich glaube, ich glaube bei den Glaubenssätzen, automatisch wird ein Gespräch viel stärker auf Augenhöhe. Wenn man halt viel voneinander weiß, wenn man sich dann unterhaltet. Und ehrlich, ich habe diesen Austausch mit Kunden immer extrem wertvoll, toll gefunden. Und ich habe das nie als Therapeut gesehen. Fällt mir ja auch die Ausbildung, aber wir sind ja so viel in unserem Beruf. Und unter anderem auch gute Zuhörer. Und da geben auch das eine oder andere Mal Ratschläge. Ja, hat mich extrem taugt. Ja, wie war es bei dir?
SPEAKER_00Oder ist das bei dir? Also bei mir ist es jetzt ganz spannend. Bei mir ist jetzt einmal bei der Kommunikation und beim Reden einmal das eine eingefallen, Helmut, was macht unsere Freundschaft aus? Unser Freundschaft ist damals entstanden, als der Harald Petra vom Oberhead, der damals dieses Magazin, für das wir jetzt auch die Ehre haben, als Host für den Podcast zu arbeiten, das gegründet haben, wie unsere erste gemeinsame Kollektion als damaligen Nachbarn gemacht haben. Und aus dem haben wir auch schon. Doliter. Dolitas, genau. Und aus dem Ganzen ist dann MKSIR passiert und dann haben wir damals für Schwarzkopf Österreich Turin gemacht, falls du denen gehört, 1 Million Blond. Und das haben wir natürlich viel im Auto gesessen. Dankenswerterweise haben wir noch für Radlberg gefahren dürfen mit dem Auto. Und wieder zurück an einen Tag. Und was ist da passiert? Wir haben echt viel, wir haben viel geredet miteinander, wir haben viel kommuniziert. Und eins ist rausgekommen. Du bist mein Beistand. Du bist der Taufpate mit deiner Frau von meinem wunderbaren Kind von der Romy. Ich bin, glaube ich, dein Beistand. Und wir sind uns wirklich nicht geschuldig geblieben, aber wir sind einfach Best Friends.
SPEAKER_01Weißt du, dass ich extrem viel aus diesen Autofahrten, weil du das ansprichst? Deswegen habe ich es ja angesprochen. Ich liebe das, ja. Und wir haben ja bei uns Männergeschichten. Nicht nur Männergeschichten, aber bei uns zwar. Ich finde, man lernt sie halt so unglaublich gut kennen. Wenn ich da in einem Auto. Und man kommt ja auch nicht aus. Und wir haben ja das Wunderbare bei uns, einmal im Jahr haben wir Beziehungs- und Potenzialsgespräche mit unseren Mitarbeitern. Nein, mit unseren Mitarbeitern, mit meiner Frau habe ich es nicht nur einmal im Jahr. Aber öfters. Und ich habe das, und da gibt es natürlich so Hilfestellungen, wie man das angeht und so, aber man ist da sehr frei in seiner Gestaltung. Und ich habe das tatsächlich schon mehrmals gemacht, dass ich mich mit meinen Kolleginnen und einfach ins Auto gesetzt habe. Und dann haben wir ein Beziehungs- und Potenzialsgespräch geführt, im Auto. Und das habe ich großartig. Von da haben wir da wieder ein Studio von uns besucht, dann sind wir wieder weitergefahren, haben wir da ein bisschen plaudert und so. Also das ist sicher, also ich bin überzeugt davon, dass das da mit zusammenhängt, weil ich so positive Erfahrungen habe, wie wir da eben im Auto gesessen und einfach dahin gewatscht hat. Glauben sie als Weißer gewohnt bin.
SPEAKER_00Und pass auf, durch das Renn kommt Leidsam. Durch Renn kommt Leidsam. Und jetzt sparen wir den Boden zum Friseursalon, weil du mich gefragt hast. Es ist definitiv so, dass ich sehr kommunikativ bin. Und manchmal habe ich schon das Gefühl, dass, also nein, ich habe nicht das Gefühl, ich bin so überzeugt davon, zu mir kommen die Leute nicht nur wegen dem Hals schneiden.
SPEAKER_01Wir haben das ja schon einmal gesagt. Menschlichkeit, Stichgenachtlichkeit.
SPEAKER_00Und ich habe sicher viele Schwächen damit, die wir kaschieren können, mit einer guten Geschichte. Und bei mir ist schon spannend, weil es kommen wirklich die Menschen, die mich lieben oder die ich liebe, zu mir ein und sagen, was gibt's Next? Und wir reden über einen Hochschnitt, eigentlich ganz wenig, weil die Leute mir einfach vertrauen und einfach eh wissen, dass wir, also das ist so kurz, also bei dem Fritz, der jetzt da sitzt, bei dem ist das immer extrem lang, weil der sehr unsicher ist in seiner Person. Aber prinzipiell habe ich sehr selbstbewusste Kundinnen. Und dann ist es so, dass man euch tratscht. Man muss anpassen beim Fritz. Dass man natürlich dann Geschichten, vielleicht sogar zum Geschichte, bei mir trifft es ja gut zu, zum Geschichtenerzähler wird. Und da passiert es immer wieder, dass es dann auch sehr persönlich wird und dass es auch sehr privat wird. Und ich habe da eine wunderbare Episode, weil wir wollen ja auch junge Menschen für diesen Beruf und wollen ja motivieren. Und einen Ratschlag, obwohl ich nicht gerne Ratschläge gebe, einen Ratschlag kann ich geben und dann habe ich auch oft gesagt, bitte keine Meinungen zu Beziehungs- Also zwei Dinge dürfen wir als Friseure nicht ansprechen. Wenn sich, so wie es bei mir passiert ist, Kundschaft trennt sich von ihrem Freund, ihr Freund war auch mein Kunde, zwar in den frühen 90ern. Und ich habe damals die geniale Idee gesagt, das Beste aus dem Wochengas gelernt, das war so ein Koffer. Blöderweise ist vier Wochen später sie wieder bei mir gesessen, nämlich als Begleitung, wie er zu mir heißt gekommen ist. Und er wollte eigentlich gar nicht heuschen, er wollte mir eigentlich nur sagen, dass er schon sehr enttäuscht ist, dass ich da nicht loyal war ihm gegenüber und ich habe ihm als Gutschaft verloren. Eigentlich Koffer war ich in der Position, aber ich habe es ehrlich gemeint.
SPEAKER_01Es gibt ja diese paar Regeln, die man immer so mitgibt, dass sich natürlich ändert, je enger eine Beziehung wird mit einem Kunden und je umso vertrauter. Aber wie auch manchmal, so ist es nicht über Sexualität, über Politik, über religion. Das sind so Dinge. Schwangerschaften. Schwangerschaften schon, aber das ist ja so, dass man immer gesagt hat. Aber das ändert sich ja natürlich mit langjährigen Beziehungen mit Kunden und so. Aber was mir so gefällt, um bei the Glaubenssätze to blame, is dieser neu sehr stark der Kunde ist König.
SPEAKER_00Der Kunde ist König, sehr gut.
SPEAKER_01Ja, aber ist der Kunde der König? Also ich glaube, oder ich finde es zumindest lobenswert, dass man darüber redet einmal. And weißt du übrigens, dass Kunde ist König die Abkürzung für ein Kick ist? Kick das Geschäft, kennst du? Natürlich. Die Abkürzung bedeutet Kunde ist König. Wieder was gelernt, oder?
SPEAKER_00Überlegert gut das für einen Kick, ja.
SPEAKER_01Politik, Sexualität und Religion soll man außen vor lassen.
SPEAKER_00Ja, da gibt es ja dann, da gibt es ja dann beim Kunden ist König. Ist es ja so, das ist ja.
SPEAKER_01Oder der Kunde hat immer recht.
SPEAKER_00Der Kunde hat immer recht.
SPEAKER_01Oder immer recht? Ich glaube nicht. Ich habe mir jetzt gar festgelegt, ich glaube nicht.
SPEAKER_00Ja, ich habe einen Lieblingssatz, der Kunde ist König, aber der Kaiser bin ich. Du musst im Erstgeschäft der Kaiserschnick hast. Wobei es anders bedeuten würde. Das stimmt. Aber da sind wir wieder bei Glaubenssätzen, die Mitarbeiter oft haben oder die Menschen oft haben, die wir von daheim mitgekriegt haben, der Kunde sitzt da und du hast das Gefühl, ich darf ja niemanden enttäuschen.
SPEAKER_01Aber du bist mir jetzt gekonnt und sehr schön ausgewichelt. Beim Kunde ist König. Also ich glaube.
SPEAKER_00Ja, ich bin auch der Meinung, dass der Kunde bei mir eher auf Augenhöhe ist und der König ist. Aber ich gebe dir recht, ich habe in jungen Jahren dazu geneigt und ich muss dann jemanden denken, mit dem ich sehr eng zusammengearbeitet habe, die zu mir immer gesagt hat, du bist so demütig. Du gibst den Kunden, du sagst dir mal das, was Herrn wollen. Ich habe aber gar nicht das Gefühl, weil wer mich kennt, weiß, das tue ich sicher nicht. Aber ich habe anscheinend schon und das hat sicher mit diesen, ich sage es überspitzt, mit dem Buckel zu tun gehabt, den man ja kriegt. Wenn der Kunde König ist und ich muss das, für mich muss ich ihm, ich habe nur jeden Wunsch von den Lippen ablesen, nutzen wir das.
SPEAKER_01Nein, wir sind Dienstleister und wir verkaufen ein Handwerk. Und in Gespräch gehen wir natürlich auf Wünsche, Bedürfnisse ein, die wir erfüllen. But I glaube, wir dürfen mutig genug sein, an Kunden zu widersprechen. Ihr Friseur seid alle solche Künstler.
SPEAKER_00Aber ich sehe das nicht so. Wir sind keine Künstler, wir sind Handwerker. Du hast gerade gesagt, die Leute unterschätzen das, was für ein Handwerk was dazu gehört, Haarschneiden zu lernen.
SPEAKER_01Aber ich habe gesagt, wir verkaufen ein Handwerk. Ich habe nicht gesagt, wir sind Handwerker. Also du, die Ableitung ist vom Satz, dass wir ein Handwerk verkaufen. Über meinem Kopf ist eine große Blase mit einem Fragezeichen, ich muss nachdenken. Denken wir ein bisschen drauf. Also mir hat das schon immer gefallen. Und ich sehe tatsächlich bei sehr vielen Friseuren, dass sie Künstler sind. Das ist unglaublich, was manche hinzaubern, vor allem im avantgardistischen Bereich. Da gibt es ja leider nicht mehr so viele Wettbewerbe, wo man sie da wirklich so verwirklichen kann. Das war ja nie so. Meine große Stärke manchmal war ja eh immer das Schneiden an sich as Kunst. Das ganze bombastische Frisieren, das war ich eigentlich gar nicht, but there are Kunstwerke and da gibt es großartige Friseurkünstler, bin ich der Meinung. And ich komme zurück zum Kunden in König. Also yeah, the Kunden an woolfulness to give. Alles was there, for the last time a gun or a drink, where the service and the souls. But this must all of Augenhöhe start finden. And in the seltenstellen in the vergangen, or auch heuer noch, or heutzutage, is man an König mit Augenhöhe begegnet. Oder auf Augenhöhe, so man sagen.
SPEAKER_00Da du diese Frage gestellt hast, bei mir ist da gerade so, ich glaube, ich bin da ganz viele Metamorphosen durchlaufen in meinem Leben. Wir haben von 1994 bis 1997 eine Zeit, wo man ganz stark das durchgesetzt hat, was wir als Friseure gut gefunden haben. Und die Meinung des Kunden sekundär war. Das war damals so. Die Leute sind ins Geschäft gekommen, man wollte trendy sein. Ich erinnere mich an diese ersten Strupelfrisuren vor einem geschnitten. Heute würde man vielleicht Foucault Hiller oder Malet dazu sagen. Damals war das ja, also heute erst, wenn man das anschaut, ich habe selber so wunderbar sogar kupfergefärbte Haar gehabt. Aber wir haben es ja. Das ist ja Melian. Nein, und wir haben damals ja alle gleich ausgeschaut. Wir Friseure, wir waren ja so allen, das war ja unser Stil, wir haben ja alle einen ähnlichen Bekleidungsstil gehabt, wir haben alle einen ähnlichen Haarstil gehabt. Und die Kunden auch. Und die Kunden auch. Man hat auch gewusst, wer beim Kaiserschnitt war. Oder Tonnengeil. Das hat man lange gewusst. Ja, genau. Da finde ich schon, da haben wir, es war schon eine spannende Zeit. Es wäre heute zum Beispiel ungefähr, also für mich war es ein heutiger, und das war eine geile Zeit, heute undenkbar. Mir ist zum Beispiel heute, mir ist viel wichtiger, das klingt jetzt ganz banal vielleicht. Ich will einfach, dass meine Kunden schöne glänzende Haare haben, dass die Haar gesund sind und dass die einen einfach zu reproduzierenden Haarschnitt haben, der ihnen super passt.
SPEAKER_01Naja, dass sie da ganz, ganz viel verändert hat und dass diese Veränderungen auch gut sind. Aber nicht nur, dass sie das Business verändert hat, sondern wir haben uns ja auch verändert. Wir wird ja definitiv verändert. Wir sind ja auch gewachsen. Und dieser Glow-Gloss, was jetzt in aller Munde ist, das ist natürlich ganz, ganz wichtig. Aber wir haben ja in der letzten Folge geredet, dass die Dauerwelle so stark war in den 80er Jahren. Dann haben sie alle noch Haubenstränen gehabt mit den aufplandierten Alternativen. Ich habe Hauptstein geliebt. Das waren ja Friedhöfe, was da auf die Köpfe waren. Also das war ja Wahnsinn. Also vom Glanzen waren wir da ja weit entfernt und von gesunden Haaren. Das hat sich ja alles stark geändert. Und auch von den Produkten her natürlich ist das ganz anders worden. Und darum glaube ich, jede Zeit hat seine Trends, die wir natürlich aufgreifen. Der Nonona ist ja ein ganz großer Teil. Wir sind alle Kinder unserer Zeit, da haben wir gesagt. Weiß ich nicht, bei einer Folge habe ich das auch gesagt. Alles zu seiner Zeit. Und das passt so. Und ich finde das schon irgendwie cool. Aber du hast natürlich recht, ich sage dir, was ich cool finde. Dass das nicht mehr so in der Zeit ist. Aber früher hat man wirklich gewusst, this is a Vital Saison-Hausch. This is a Toni and Guy Horschnet. This is from Kaiserschnitt. Signatur eines Unternehmens. Sag mir Signature, nicht Signature. Das Englische überlasse ich dir. Aber das habe ich schon cool gefunden, weil du ja natürlich ganz, ganz gezielt der Kundenschicht ansprichst. Und das ist schon ein Thema, was heutzutage auch wieder sehr, sehr stark ist: dieses Spezialisieren auf ein Business. Das merkt man ja auch. Es gibt nur für blonde Haare oder wie auch immer. Also es gibt diese unterschiedlichsten Spezialisten, wo ich schon mir mein Kundensegment quasi aussuche. Ich bin sowieso der Meinung, nicht nur der Kunde sucht den Friseur, auch der Friseur den Kunden. Aber das ist ein anderes Thema. Jeder bekommt das, was er verdient. Ja, genau. Da merkt man, wir sind echt schon lange auf der Wörth.
SPEAKER_00Nein, aber wir sind ja bei diesen, ich will mir auch gar nicht so anbieten, ob das jetzt Glaubenssätze sind, aber wir reden ja auf, es gibt Sprüche, es gibt Phrasen, die immer wieder kehren. Von nichts kommt nichts. Von nichts kommt nichts, genau. Und jetzt sind wir ja bei den Kundinnen und da wird es jetzt spannend, weil das ist ja etwas, was wir schon gesagt haben. Also ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben gehört habe, dass, wenn man mit einer Frau über einen Hehrschnitt gesetzt hat, dass sie gesagt hat, na kurze Haar stellen wir nicht. Ja, aber wieso glauben sie das? Ich habe ein totaler hübsches Ziel gehabt. Nein, ich habe das als, na, oder Stirnpflanzen stellen wir nicht. Jetzt muss ich dazu sagen, wir sagen Stirnmotiv im Geschäft. Kunden sagen, gern Bonnie, ist ja gib ein Bonnie, ist das gerne dir mit den vier Füßen zum Reichen. Banks ist jetzt, gibt es ja die, was die Kinder. Curtain Banks. Und denke ich mal, gehört Cobain, da komme ich da nie an. Sie kommen da immer durcheinander mit meinen Englischkennt, wissen Sie? Nein, jetzt sind sie die Birkin Banks. Ja, von der James Birkin, die mir bekannt ist. Gibt es auch die Handtaschen. Ja, genau, die Birkin Bang. Aber was hat das jetzt wirklich mit den Stirnmotivs zu tun? Es ist eine Art des Stirnmotivs. Okay. Wie man es schneidet. Aber das ist ja heute, jetzt haben wir jetzt sagen, heute kommen Kundinnen zu uns, sagen uns ein Handy, wenn wir WLAN empfangen haben, ist es noch besser, zeigen uns aus Instagram coole Sachen und sagen, das hätte ich gern. Wir kommen aber aus einer Zeit, wo es das nicht gegeben hat. Und dann hat man noch mit Frisurenbüchern oder mit Kommunikation versucht, Leute auf einen neuen Weg zu bringen. Und dann sind in Glaubenssätze gekommen, wie das, nein, nein, die Frisur wie als Kind schon mal gehabt. Dann sage ich Entschuldigung, weil ich war da immer persönlich, weiß ich, wie es nicht gegangen ist, ich war immer ein bisschen beleidigt, wenn ich sage, jetzt machen wir einen coolen Bob. Nein, nein, das habe ich schon gehabt. Dann denke ich mir, hallo, wieso, wie bist du in meiner Welt, wie da ist es so ein geiles Schnitt und ein Bob. Nein, dann habe ich schon mit 15 gehabt, weil das meine Mutter mit mir zu einer Friseurin gegangen hat, hat mir da so einen furchtbaren Kurzerschnitt gemacht. Da merkt man, wie, das ist auch ein Glaubenssatz, einmal eine Frisur im Leben gehabt zu haben, die mir nicht gestanden ist, hat mich so geprägt, dass alle weiteren Frisure im weiteren Leben damit zum Kämpfen haben. Ist das auch eine Art von Glaubenssatz, oder?
SPEAKER_01Ganz bestimmt. Ich finde es gerade spannend, wie du dein Pop, also ein graduierter Pop, liebe ich. Ich habe das geliebt zum Schnell. Liebe ich nach wie vor. Weil das ist auch eine Kunst für mich. Ein graduierter Pop, groseliger, muss ich echt sagen. Liebe ich sehr. Und das natürlich, was du vorgesagt hast, aber da bist du dann nicht ganz drauf eingestiegen. Mit den kurzen Haaren stehen wir nicht. Und man muss ja den Zuschauern, Zuschauern, Zuhörerinnen und hören sagen, du bereitest ja immer so schön, also das hast du ja vorbereitet, dankenswerterweise, diese Glaubenssätze. Da ist was anderes gestanden, habe ich gerade gesehen. Kurze Haare sind nicht sexy. Ist das auch ein Glaubenssatz? Ja, aber nicht von mir.
SPEAKER_00Ja, ja, aber hört man immer wieder. Wenn man ja weiß, wie mein Leben so verlaufen ist, dann war bei mir genau das Gegenteil der Fall. Attraktive Frau mit kurzem Haare hat auf mich immer genau die Gegenteile gewirkt und gehabt. Im Gegenteil, ich habe das sehr sexy gefunden. Ich habe meine jetzige Frau, die Julia kennengelernt, das ist mein Frühmodell mit sehr kurzen Haut, die hat dann noch kürzer geschnitten und ich habe das immer sexy gefunden. Aber das ist halt ganz schwer, wenn jemand. Lange Haare stehen mir halt besser, da lange Haare sind sexy. Weiblichkeit. Weiblich. Und das, also ja, ist das ja, aber es stimmt nicht. Aber die Haare sind ja nicht.
SPEAKER_01Ja, ja, der sexy kann schon was. Da fällt mir ein, auch wie ich gelernt habe, also in den 80er Jahren, so wie du, ein bisschen später allerdings. Und da war auch so quasi dieser Glaubenssatz, ab 30 muss man sich die langen Haare abschneiden. Weil ich wirklich, kannst du an das erinnern? Aber da bin ich wirklich froh, dass das hat sich ja wirklich gewandelt. Aber da kann ich mich erinnern, da haben wir junge Friseurinnen gehabt, zu Anfang Mitte 20. Da sage ich, nein, mit 30 schneiden wir dann nicht kurz, da schneide ich es dann ab. Aber da war halt der Löwenkopf halt, der war ja auch sehr modern. Genau, also das muss man auch, da waren ja auch die Trends sehr stark, was ja jetzt eher von den Schnitten her eher lang ist. Also über die unterschiedlichsten Painting-Techniken, die es da gibt. Aber das kann ich mich erinnern, ja. Dann haben Sie mir gesagt, keine Kreis.
SPEAKER_00Eigentlich ist das schon spannend. Das ist ja wirklich trotz aller modischen Ströme, trotz aller immer wieder kehrenden Wellen, der Pop ist tatsächlich etwas, was immer wieder kommt. Und das ist wunderbar. Da gibt es fast keinen Friseur, der ist nicht gefreut darüber. Weil das ist einfach eine schöne Zeit, wenn wir das schneiden dürfen im Geschäft. Momentan schwach. Ja, weniger, aber sieht man halt einmal. Ich bin ja, wie du auch weißt, ein grosser Fan von Pixi-Haarschnitten. Ja, Pixi sind super. Finde ich auch super. Kommt auch in meinen Wellen.
SPEAKER_01Ja. Aber ich bin der Meinung, ein Bob, Pixi, das sind eigentlich immer zeitlose Frage.
SPEAKER_00Das ist keine Zeitlosen. Das sind zeitlose Frisuren. Aber momentan reden wir, so wie du gesagt hast, eher über Stirnmotive, über Curtainbanks und Birking Banks.
SPEAKER_01Und ich denke mir, das ist eine spiegelte Zeit, in dem wir uns jetzt bewegen. Mir ist euch gerade so ein cooler Spruch eingefallen, cooler im negativen Sinne, wenn du es nicht aufgeschrieben hast, Lehrjahre sind keine Herren, ja. Um Gottes Willen.
SPEAKER_00Das ist natürlich eine Tragödie. Und das ist noch ganz gut. Dann rechtfertigen wir ja ein Watschen hat noch niemanden geschaut. Darf man das überhaupt noch sagen? Ich hoffe, dass das keiner sagen. Also wir kommen aus der Generation. Ein gesunde Watschen hat das gehört, hat noch nie geschodet. Und wir es schon verdient haben. Ja, was ja nicht für ein kompletter Blödsinn ist.
SPEAKER_01Ja, aber das Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Ich befürchte, dass es diese Einstellung noch sehr stark gibt. Wobei ich als Gegenbewegung glaube, dass sich das a Generation Set nicht gefallen lasst.
SPEAKER_00Ja, bin ich überzeugt davon. Das merkt man im Geschäft.
SPEAKER_01Das ist ja auch gut so, und man muss ja auch, also Gott sei Dank findet da ein starkes Umdenken statt. Aber dadurch, dass es generell schwer ist, Mitarbeitende zu finden, glaube ich, kann man sich so eine Haltung auch gar nicht mehr leisten. Abgesehen, dass sie grundsätzlich falsch ist.
SPEAKER_00Also das ist, vielleicht ist es jetzt auch spannend, wenn da, wie gesagt, ich bin ja, haben wir ja gesagt, 43 Jahre im Beruf. Und dass ich mir für einen Friseurberuf entschieden habe, das haben wir auch in einer Folge gesprochen gehabt, aber was schon witzig war und ich weiß, investiert gegangen ist als Leona. Natürlich war dieses Klischee, und das ist ja auch in Filmen und in der Musik und über die Ergänzung, es war ja logischerweise so, ein Friseur war ja, wir waren sehr modisch, wir haben ausgefallene Frisuren gehabt, 80er Jahre, und automatisch war das so, dass viele Leute gehabt haben: wir sind homosexuell. Und ich persönlich habe die auf vorne gemacht, dass das, also da hat es zwei Geschichten gegeben. Wieso sind alle Friseure und dann die Geschäfte sind immer Männer? Das war so ein klassischer tepperter Spruch. Was war? Entschuldigung, das war nicht mehr. Die bekannten Friseure sind alles. Also ja, wie bei der Köche. Grosse Überraschung, warum liegt das? Weil die armen Frauen für uns die Kinder auf die Welt bringen müssen und dadurch gehandicapt sind, weil sie in der Geschichte damals automatisch zu sein müssen. Das hat sich ja Gott sei Dank richtig geändert.
SPEAKER_01Ich muss das richtigstellen. Eine frau ist durch Kinder gehandicapt.
SPEAKER_00Mein Entschuldigung, als Kind ist jetzt blöd, das habe ich natürlich nicht so gemeint. Aber du weißt, this is the tradition aus der Geschichte heraus. And Männer haben sie acht quasi anders, was sie heute Gott sei Dank bei der Gleichberechtigung and auf der Augenhöhe ganz anders ist. Aber natürlich war das logisch. Aber ich war zum Beispiel immer ein bisschen gekränkt. Also nein, das hat nicht. Weil ihr so verrückt war und ich habe mir gedacht, man nimmt mir irgendwie meine Persönlichkeit, indem er mir automatisch in eine Schublade steckt. Habe ich persönlich nie so empfunden. Ja, aber ich finde es heute so schön, dass junge Menschen oder unsere Assistenten, über das macht sie keiner mehr Gedanken. Die haben da viel höhere Selbstverständnis und für höhere Selbstbewusstsein. Vielleicht sind die ja weniger geprägt von Glaubenssätzen.
SPEAKER_01Ich glaube einfach, dass die Veränderung, die natürlich in den Jahren stattgefunden hat. Aber ich möchte dann anschließen, ich habe wirklich das Glück und das Vergnügen gehabt, dass ich wunderbare und talentierteste Friseurinnen kennengelernt habe. Ich erinnere nur an, wie in England gearbeitet habe, habe ich mit der Beverly Capella von Capella zusammengearbeitet. Zweimal London Hairdresser of the Ear, zweimal British Hairdresser of the Ear. Also eine unglaublich kreative, tolle Friseurin. Da werden sich unendlich viele aufziehen lassen, die zu Recht im Rampenlicht gestanden sind oder immer noch stehen. Also da gibt es schon großartige.
SPEAKER_00Und man muss ja auch ein Lanzi für die Köchin anbrechen, dort ist es genauso. Genau, genau. Das passt ja, und so soll es ja auch sein. Aber es ist tatsächlich auch ein Klischee, ne? Klischee ist das gleiche wie ein Glaubenssatz. Der verleitet uns dazu, ohne viel nachzudenken, etwas zu sagen, was möglicherweise keine Wahrheit ist.
SPEAKER_01Ich habe ja auch sehr oft immer gehört von meinen Kundinnen, ich weiß nicht, ob du das auch aufhörst, ich gehe viel zu einem Mann. Weil wir Männer sind. Nein, weil der Glaubenssatz, eine Frau würde die andere Frau nicht schöner machen. Habe ich immer einen spannenden Glaubenssatz gefunden. Denkst du darüber noch, gell?
SPEAKER_00Aber es stimmt ja nicht. Ist ja natürlich. Naja, das kommt, also da muss man jetzt wirklich sagen, da bitte ich ja wirklich alle Zuhörerinnen um Verständnis. Das ist jetzt da aus dem Nähkästen gesprochen, unsere Berufserfahrung, wie es in den 80er Jahren war. Naja, mit den 90ern und 90er. Aber das ist natürlich heute nicht mehr so. Also ich denke doch nicht. Weil es sagt tatsächlich niemand mehr zu mir. Was? Dass die Frau ist, dass der. Dass ich lieber zu einem Mann geht. Also ich habe das gesagt. Ich habe das jetzt schon lange nicht mehr gehört. Du bist ja schon nicht mehr aktiv im Geschäft. Ja, aber ich habe das früher schon oft gehört. Ich glaube, das haben sie zu dir gesagt, weil du so ein Fashion machst.
SPEAKER_01Ja, genau. Deswegen kommst du das zu mir nicht gesagt. Ich werde mir eine beauftragen, dass das kommt zu dir ist.
SPEAKER_00Ich zum Beispiel als Hermie fühle lieber von einer Frau herschneiden. Ehrlich, mir ist das komplett egal.
SPEAKER_01Mir ist das wirklich egal. Ich will einfach nur, dass ich glücklich daraus gehe. Ob das jetzt ein Mann oder eine Frau ist, da bin ich komplett schmerzbefreit.
SPEAKER_00Wir haben einfach gesagt, coole Männerfaserin bei mir im Geschäft. Ich habe da echt den Klick. Aber natürlich ist der Robert auch ein super Herrn. Ja, vorsichtig, vorsichtig. Vorsichtig, dünnes Eis, dünnes Eis, dünnes Eis.
SPEAKER_01Aber nein, du hast ja in den letzten Folgen auch schon sehr, sehr lieb vom Robert und zu Recht. Also ich bin ja ein großer Fan seiner tollen Arbeiten.
SPEAKER_00Aber jetzt nochmal zum Punkt zu kommen, wir haben bei den Glaubenssätzen begonnen und wir haben ein bisschen darüber gesprochen, über Psychologie und über Ratschläge, die dann sich sparen soll. Aber natürlich kennen wir, wir verändern Menschen und jetzt kommen wir wieder zu dem, was wir gesagt haben, das passt mir nicht, das will ich nicht. Es gibt dann Menschen, die trauen sich dann und die machen eine Typ Veränderung vom Schnitt, von der Farbe. Und jetzt kommen wir wieder zu so einem Spruch und du hast es schon so angeteitet und dann gehen die Leute raus und sind total begeistert und kommen am nächsten Tag zurück und sagen, ich bin nicht glücklich, wieso nicht. Mein Mann hat gesagt, das gefällt mir nicht. Wie oft, ich weiß gerade, es ist mir wirklich oft passiert in meinem Leben.
SPEAKER_01Das hat es vor vielen, vielen Jahren, zumindest, dass das aus mir bekannt hat, dass es vor vielen, vielen Jahren war, hat es ein Experiment gegeben. Das hat ein deutscher Friseur durchgeführt, der hat Studenten beauftragt, Kunden, die bei ihm aus dem Geschäft kommen, entweder ein Kompliment zu machen oder das Gegenteil. Also quasi, wenn eine Aussage kommt, entschuldige ich mir jetzt gerade auf, wenn sie haben so schöne Haut. Das schaut spitze aus. Und aber auch das Gegenteil. Also wo wandern sie beim Friseur? Das geht ja gar nicht. Fast alle, die einen negativen Kommentar gekriegt haben, sind zugegangen und haben eine Beschwerde eingelegt. Also dann merkst du, wie stark das ist.
SPEAKER_00Wahrscheinlich ist es so, du kannst mit größter euphoriesen Geschäft gehen, wenn du nach Hause kommst in dein vertrautes Umfeld und ein Fetischist von langen Haaren an Auszucker bekommt, an Weinkrampf, weil seine Frau sich die Haupt geschnitten hat, dann was soll da passieren? Natürlich ist das für das Ego eine Katastrophe. Aber auch da gibt es ja Gott sei Dank solche und solche, aber das ist tatsächlich oft passiert. Ich habe eine Mitarbeiterin gehabt, zu der sogar lange Jahre eine sehr große Nähe gehabt hat, die hat ganz, ganz was Tolles gesagt. Die hat bei der Beratung immer gesagt, weil die Leute gesagt haben, sie sind unsicher oder ich weiß nicht, ob das wohl meinen Mann gefallen hat. Und ich habe gesagt, ganz ehrlich, das ist ja mir wurscht. Ihnen muss es gefallen und nicht Ihren Mann. Das war immer ein Leitspruch bei uns im Salon und ich habe das ganz stark gefunden.
SPEAKER_01Ja, weil es liegt ja in der Natur des Menschen, gefallen zu wollen. Und wenn Wüste natürlich gefallen deinem Liebsten, deiner Liebsten. Das liegt ja in der Natur des Menschen, das würde ich einmal sagen. Aber was dann natürlich spannend ist, und das, weil du Glische angesprochen hast, und das kann ich tatsächlich von meiner aktiven Laufbahn nur sagen, wenn sich Menschen getrennt haben und Frauen.
SPEAKER_00Danke.
SPEAKER_01Dass sie sich die Haare abschneiden lassen. Oder muss ja nicht immer abschneiden sein, kann auch eine Farbveränderung, generell eine Typ-Veränderung, aber als würde man da etwas loslassen müssen.
SPEAKER_00It's gaunt super. It is a gross rotes licht, it blinkt. Also, Achtung, Achtung, Achtung. When I have Liebeskummer have or Trennungsschmerz, darf ich nicht in Friseur, zur Friseurin meines Vertrauens zu gehen, anders, heute ist er so weiter, ich lasse mich schneiden. Selbst wenn der beste Friseur fantastisch macht, was nicht passiert, das Leben wird in den nächsten zwei Wochen nicht besser, weil der Trennungsschmerz bleibt, und jetzt kommt wieder eigentlich Umsatz. Meine Oma hat immer gesagt: eine Trennung dauert zwölf Monate, eine Trennungsschmerz dauert zwölf Monate oder ein Jahr. Dann habe ich dann keine.
SPEAKER_02Ich habe schwören.
SPEAKER_01Hat mir auch nicht geholfen. Sagt mir nicht so, die halbe Zeit von der Beziehung, ist das nicht normal so? Aber das wäre natürlich.
SPEAKER_00Ja, aber ich glaube, die Mond, die halbe, was weiß ich, wenn du 20 Jahre zusammen bist, dann dauert es die Hälfte in 10 Monate auf der Schmerz. Also nicht für Ausstregel. Dann wäre ein Full Alarm.
SPEAKER_01Wahnsinn. Also, ich habe gewusst, dass ich mich auf die Folge total freien kann, weil es gibt so großartige Sprüche, so tolle Sachen. Fällt da noch ein, haben wir noch. Was wir nämlich vergessen haben, es sind ja nicht nur die Großeltern und die Eltern, es ist ja da jetzt ein soziales Umfeld. Das ist ja überall dort, wo du sozialisiert wirst. Ich hätte gleich gesagt, das kannst du nicht. Weißt du, das kann ich nicht. Das war ein Spruch jetzt. Ich habe da anführt, die Mimo G-Kanal.
SPEAKER_00Und ganz wichtig, um auf die letzte Folge anzuschließen, über Geld spricht man nicht.
SPEAKER_01Ja, genau. Was ich eben sagen will, es ist diese Glaubenssätze und das alles, es ist ja auch man aufwächst. Die haben ja wahrscheinlich in Österreich andere Glaubenssätze als in Indien zum Beispiel. Oder eben, so wie du sozialisiert wirst, dein Ausbilder. Welcher Ausbilder? Wenn dir permanent eingetrichtert wird, du kannst eh nichts machen, ist das anders, als wenn jemand deine Stärken immer stärker fördert und mehr macht und so. Also das beeinflusst dir auch. Und ich glaube, das ist für uns alle schon angeht, auch auf uns oder uns ab und zu hinterfragen und sagen, wie gehe ich um mit Menschen wie irgendwie weit fördern jemanden und so. Und ich glaube, dass wir da schon sehr gut sind. Aber man kann immer besser anders werden.
SPEAKER_00Also wir sind noch lange nicht perfekt. Nein zu. Aber natürlich ist es so, das haben wir auch schon mal kurz angesprochen, dass natürlich dieser bekannte Satz, der jetzt kein Glaubenssatz ist, aber auch mit Kommunikation auf Augenhöhe. Und lasst es uns fair sein zueinander. Und tu mal ehrlich sein, ich glaube, das ist das Wesentliche im Beruf für Kolleginnen untereinander, aber auch auf Augenhöhe mit dem Kunden zu sein. Aber trotzdem wird es uns, also mir, ich weiß nicht, was ich machen müsste, dass mich einmal irgendwelche Sätze nicht mehr verfolgen. Ich habe mir im Vorfeld einen Podcast angehört, was auch ein bisschen um das Thema gegangen is, and da hat eine der beiden Damen gesagt, was sie machen, wenn ihnen auffällt, dass sie ganz komischen Satz plötzlich los werden oder im Kopf haben, sie schreiben sie dann auf, um damit sich selbst zu sagen, schau, in that situation is there gone, is this good for me or is this schlecht for me? And I glau, when we so we're not wirken, we werden die Welt nicht verändern, Helmut. Aber was ich halt wirklich cool finde, und das hat man ja jetzt gemerkt, in dieser böses Öhrchen, die Zeit geht schon wieder vorbei, dass wir unglaublich geprägt von Sätzen sind, die wir in unserer Ausbildung, in unserer Erziehung und in unserem Leben bekommen, ob das jetzt nur Glaubenssätze sind oder ob das Metaphern sind, dass sie freigestellt.
SPEAKER_01Genau. Ich habe ja auch einen guten Glaubenssatz gehört im Vorfeld und ich hoffe, ich kann ihn richtig wiedergeben. Ich werde mich auf alle Fälle bemühen. Es geht so. Warte mal, jetzt muss ich kurz überlegen. Gib mir Kraft, die Kraft, Dinge zu verändern, die ich verändern kann. Die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht verändern kann. Und den Verstand, beides voneinander zu unterscheiden. Ich glaube, so weiter. Ich glaube, er ist sinngemäß. Sinngemäß kommt er so hin. Habe ich heute nämlich im Vorfeld angekehrt, sinngemäß kommt er so hin, ich glaube er geht ein klein bisschen anders. Aber wunderschön. Sind es wieder schöne Schlussworte?
SPEAKER_00Schöne Schlussworte. Einen kleinen Deaser noch. Die nächste Folge von Podcast Nummer 6.
SPEAKER_01Wird lauten, das darf ich, was für eine Ehre. Der Blick hinter die Stirn, nicht nur hinter den Spiegel.
SPEAKER_00Das heißt, wir werden aus dem Friseursalon, diesmal wirklich. Es geht wieder um Communication, es geht um Dinge, die uns im täglichen Geschäft am Kunden passieren. Und auch da wollen wir ein bisschen drüber plaudern and wollen vielleicht wieder ohne Lösungen anzubieten, aufzeigen was also lustiges anders in der Communication beim Frisör passiert and what we so each day.
SPEAKER_01Um zum Nachdenken, andere diskutieren.